Ab 21. April 2012 in der Galerie
Eine Ausstellung der besonderen Art zeigt die
Galerie Gottfried Keller Zentrum in Glattfelden ab Samstag, 21. April 2012
Dani Fritschi Fotografie
Das Fotografieren gleicht für mich einem Entschleunigen, einem meditativen Prozess. Es bedeutet für mich einen bewussten temporären Ausstieg aus dem hektischen Alltag. Vielleicht liegt etwa auch hierin einer der Gründe, weshalb ich einen "Rückschritt" zur langsamen analogen Mittelformatfotografie beschritt. Der langsame Prozess des Ergründens und Erfahrens der meist menschenleeren Landschaft, legt den Grundstein zu einer zeitintensiven Arbeit für jedes Bild.
Die Landschaften, die ich mir aussuche oder die mich aussuchen, haben jeweils einen markanten Charakter. Ich versuche, das Prägende der Landschaft zu analysieren und in einer Serie oder allenfalls in einem einzelnen Bild zu fassen. Dies zu erreichen ist das Schwierigste und für mich reizvollste an der Landschaftsfotografie.
Die Präzision bei der Wahl und Komposition des Bildes verfolge ich über die Belichtung, die Filmentwicklung, den Scan und schlussendlich den Druck. Ich weiss bei der Aufnahme, wie das fertige Bild wirken muss und verfolge dieses Ziel in jedem einzelnen Arbeitsschritt sehr akribisch. Das Wissen um die korrekten technischen Abläufe ist die Grundlage, um im richtigen Zeitpunkt das gewünschte Bild zu fertigen. Jedoch interessieren mich Diskussionen über Bildgestaltung deutlich mehr als jene über Technik oder Megapixel.
Das Arbeiten in thematischen Serien und Gesamtideen gibt mir einen Leitfaden, ein Thema zu verfolgen und eine Idee als Gesamtes zu sehen. Am Schluss einer Serie eine klare Stringenz zu erkennen erfüllt und motiviert mich.
Meine Bilder sind menschenleer aber nicht frei von menschlichen Spuren, reduziert, grafisch und manchmal leicht melancholisch wie das Leben.
Verena Buehler Objekte
Die Bildhauerin Verena Buehler lebt und arbeitet in Winterthur. Sie ist Mitglied des Schweizerischen Berufsverbandes für visuelle Kunst, VISARTE sowie SGBK.
Ausgangspunkt ihrer Arbeit können Menschen, Tiere, Musik oder Naturphänomene sein, wobei nicht deren realistisches Abbild wichtig ist. Wesentlich ist ihr die Reduktion einer Form oder Bewegung auf deren Strukturen. Diese werden herausgearbeitet, verdichtet und präzisiert. In der Endform der mehrheitlich abstrakten Arbeiten lässt sich deren Ausgangspunkt häufig nur noch erahnen.
Ausgehend von kompakten Werken in Stein und Holz entwickelten sich ihre Arbeiten in Richtung dünnwandiger Skulpturen, mit welchen sie die Grenzen des gewählten Materials immer wieder neu auslotet. Auf der Suche nach vermehrter Durchlässigkeit und Transparenz sowie den Gedanken von Verbindung und Vernetzung alles Seins testete sie unterschiedliche, möglichst zeitgemässe Materialien. Polyamid erfüllte diese Kriterien. Die im Gottfried Keller Zentrum gezeigten Werke stellen mehrheitlich Frauenfiguren dar. Deren Grundform ist reduziert auf die Körperhaut und weist eine grosse Durchlässigkeit auf. Die Frage nach dem Innenleben steht im Raum.
Lebenslauf Verena Bühler.pdf [275 KB]
| Vernissage | Samstag, 21. April 2012 | Ab 16.30 bis 19.00 Uhr |
| Einführung | Rolf Meierhofer | |
| Ausstellung | 21. April 2012 bis 20. Mai 2012 |
Dienstag bis Sonntag 10 - 20 Uhr Montag geschlossen |
| Zusätzliche Anwesenheit |
Dani Fritschi Verena Buehler |
6. und 13. Mai, 14 –16 Uhr 29. April, 14 –16 Uhr |
| Finissage | Sonntag, 20. Mai 2012 | 14 - 16 Uhr |
